Ausgesprochen 😍🤪😂!

„Kommunikationszeitalter“ DIE Beschreibung für unsere Zeit.

Das um und auf unseres Alltags sollte uns doch allen leicht fallen und trotzdem warten wir oft eine gefühlte Ewigkeit auf Antwort, erhalten wir den versprochenen Rückruf nie oder werden missinterpretiert.

Warum ist das so?

Ich weiß darauf außer eventuell „fehlende Wertschätzung“ keine Antwort. Aber es haben sich schon Unis und Umfragen mit dem Thema befasst, doch dazu später.

Auf jeden Fall wurde unsere Kommunikation durch den technischen Fortschritt erleichtert:

Das Telefon ist jederzeit zur Hand, schriftliche Mitteilungen benötigen Zehntelsekunden um zugestellt zu sein, den Grenzen sind keine Grenzen gesetzt und doch hakt es immer wieder an einer zufriedenstellenden Kommunikation.

 „Kommuniziere ich schriftlich oder verbal?“ Welche Vorteile hat das eine und welche das andere?

Die Vorteile der schriftlichen Kommunikation:

  • ich kann zu jeder Tageszeit schreiben, also auch im letzten Augenblick. Ich sage nur  Geburtstagsglückwünsche……
  • unangenehme Themen gehen leichter von der Hand
  • ist schnell erledigt, kann zwischendurch auch in der U-Bahn, Arztpraxis, Meeting getippt werden
  • wird langsam erledigt, damit man sich Zeit für genaue Formulierungen nehmen kann. Denn bei heiklen Inhalten oder bei emotionalen Inhalten kann schon einmal etwas falsch verstanden werden.

Doch dafür gibt es ja Emojis!!!

Wie schwierig war es denn in der Zeit VOR den Emojis, emotionale Inhalte schriftlich richtig darzustellen? Da waren schon einige Anläufe und viel, viel mehr Sätze notwendig um alles richtig darzustellen und ankommen zu lassen.

Ich veranschauliche es Ihnen an folgender Frage. Machen Sie mit!

Setting: Ein Bericht soll  verschickt werden, der/die Beauftragte gab keine Rückmeldung ob es geschehen ist, daher erhält er/sie ein Mail das unter anderem folgende Frage enthält:

>Hast Du den Bericht schon verschickt?<

Ziel: Es sollte als informative Frage gelesen werden. Sollte. Wenn der/die Empfänger/in in einem entspannten Zustand ist. Aber das wissen wir nicht.

Lesen Sie den Satz nun laut und betonen Sie das jeweils fett gedruckte Wort!

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Hast Du den Bericht schon verschickt?

Tja. All diese Möglichkeiten gibt es, wie die Frage ankommen kann und keine ist wirklich neutral.

Da helfen Emojis sehr!

>Hast Du den Bericht schon verschickt?< Mit einem 😊 dahinter, werden alle negativen Interpretationen abgefedert!!

Das ist ein Nachteil der schriftlichen Kommunikation, es kann leichter zu unklaren oder missverständlichen Aussagen kommen.

Artikel über Bücher und Studien zu diesem Thema

Spannend fand ich, dass der Punkt negativ besetzt sein soll.

Laut Victoria Turks Buch „Kill replay all“ würden nur „alte Menschen oder besorgte Seelen“ am Ende eines Satzes einen Punkt setzen, wie ich dem Kurierartikel anlässlich des „International Dot Days“ (15.09.) entnehmen konnte. Viel eher werden Nachrichten ohne Punkt oder mit einem Emoji am Ende losgeschickt.

Ebenfalls habe ich einem Kurierartikel entnommen, dass eine Studie der University of Texas at Austin ergeben hat, dass immer mehr Menschen das Telefonieren scheuen, weil es ihnen peinlich oder unangenehm ist. Dass Telefonate sozial mehr zufriedenstellen und eine bessere Verbindung zum Gesprächspartner herstellen, hat diese Studie auch gezeigt.

Holla. Das ist ja was Neues! 😉

Auf jeden Fall passiert es immer wieder, dass ein Anruf per sms oder Mail angekündigt wird. Wenn es um kurze Updates geht, können diese auch in der U-Bahn geklärt werden, wenn es aber um wichtige Inhalte geht, dann ist eine ruhige, abgeschirmte Umgebung von Nutzen. Und da das Handy überall dabei ist, müssen diese Telefonate vorab abgesprochen werden.

Aber wenn man dann miteinander telefoniert, ist man sofort in den Emotionen drinnen. Sei es beruflich oder privat.

Denken Sie an den Anruf bei einer Freundin oder einem Freund, wo Sie nach der Begrüßung, nach einem zweisilbigen „Hallo“ anhand des Stimmklangs schon erkennen können ob es ihr oder ihm gut geht oder ob Ihr/e Kollege/in gerade Zeit hat oder im Stress ist.

Das ist einer der Vorteile des Telefonierens.

Ein anderer ist: man kann einen ganzen Abend am Telefonat vertratschen.

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Mit der heutigen Technik kann ja auch mit Videotelefonie via verschiedener Anbieter kostenlos von einem Ende der Welt zum anderen Ende der Welt telefoniert werden. Das ist auch für die Generation die mit Vierteltelefonen oder Telefonzellen aufgewachsen ist, ein Segen.  

Für eine positiv besetzte Kommunikation wäre es schön, wenn auf Anrufe, die nicht angenommen werden können, eine kurze Rückmeldung käme; wenn auf Mails, die versandt wurden, eine Info käme, dass es registriert wurde. Das würde unsere Kommunikation klarer machen und Missstimmungen von vornherein vermeiden.

Firmen haben das begriffen und senden, wenn auch automatisiert, Rückmeldungen an eingegangene Mails. Wenn das auch im privaten Bereich Schule machen würde, fände ich das toll!

Ein Stimmtipp noch zum Abschluss

Sollten Sie anfällig für Verkühlungen sein, dann achten Sie darauf, dass Sie in der kalten Jahreszeit nicht zu häufig im freien Telefonieren. Denn die eingeatmete Luft hat keine Zeit sich ausreichend zu erwärmen und so trifft sie zu kühl auf den Kehlkopf und in unsere Lunge.

2 Kommentare

  1. Uli Haas

    Liebe Sanne,
    leider habe ich es nicht mitbekommen, dass du Geburtstag hattest. 🙁

    Deinen Artikel finde ich – wie immer – sehr interessant und aufschlussreich. Danke dafür – und jetzt druck i di nu gonz fest und wünsch dir a wunderschens neichs Lebensjohr 🙂

    Alles Liebe, Uli

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