Ausgesprochen hilfreich

So bunt und unterschiedlich ist die menschliche Stimme.

Sie ist wie ein Fingerabdruck.

Sie gehört zu EINEM Menschen.

Sie ist nicht kopierbar.

Bis jetzt.

Bis KI.

Das Thema „Stimme“ beschäftigt in vielen unterschiedlichen Aspekten:

  • Wie ist die Wirkung meiner Stimme auf andere?
  • Wie kann ich meine Stimme verbessern?
  • Was kann ich für meine Stimmgesundheit tun?

Doch ein Aspekt drängt sich seit längerer Zeit immer mehr in den Vordergrund:

Die Künstliche Stimme

Darüber zu schreiben ist ganz, ganz schwierig, da das Thema so unüberschaubar umfassend ist und ich den Eindruck habe, dass sich die Entwicklungen in diesem Bereich stündlich überholen.

Ich möchte es trotzdem versuchen und an ein paar ausgesuchten Beispielen die Anwendungsgebiete dieser technischen Errungenschaften aufzeigen. Und auch die Unterschiede der kommunikationsunterstützenden Hilfen darstellen.

  1. Verbale Unterstützung von Sprachassistenten

DAS sind künstliche Stimmen, die von einer KI erzeugt werden.

Diese sind in vielen Haushalten schon lange vorhanden. Vor Jahren waren sie die ersten neuen Equipments, es wurde darüber diskutiert und bewundernd gesprochen, dass eine KI das alles erzeugen kann, und jetzt sind sie in den Alltag integrierter Standard:  

Siri und Alexa.

Zu den künstlichen Stimmen, die von einer KI erzeugt werden, gehört auch die Möglichkeit geschriebenen Text in gesprochene Sprache umzuwandeln. Was für eine Hilfe für Menschen mit Einschränkungen in der Kommunikation oder für blinde Menschen!

Die nicht ganz so beliebten Service Hotlines bedienen sich ebenfalls dieser künstlichen Stimmen und zeigen, dass in Situationen, in denen man Hilfe benötigt, der Mensch nicht ohne weiteres ersetzlich ist.

  • Geklonte Stimmen für Menschen ohne Stimme

Für geklonte Stimmen wird von einer Software mittels äußerst leistungsstarker Computer in einem aufwendigen Prozess versucht, die Stimme 1:1 nachzubauen. Dazu werden diverse eingesprochene Beispielsätze benötigt, die die geklonte Stimme natürlich wirken lassen.

Diese Methode ist für Menschen, die ihre Stimme verloren haben eine unschätzbare Hilfe!

Nach einer Kehlkopfentfernung oder einer neurologischen Erkrankung, die die Kommunikationsfähigkeit betrifft, ist das eine hervorragende Möglichkeit wieder eine Stimme zu erhalten. Und dazu noch die eigene!

  • Eine Stimme für gelähmte Menschen ohne Stimme

Ein Wiener Forschungsteam um Moritz Grosse-Wentrup widmet sich der Entwicklung eines Kommunikationssystems, das mittels KI erkennt, was ein Mensch denkt und sagen möchten. Dabei werden die Gehirnströme, die bei der Kommunikation verwendet werden, gemessen. Das ist neu.

Dass willkürliche Muskelzuckungen oder Blickrichtungen in Sprache umgewandelt werden, ist schon länger möglich.

In diesem Video spricht Moritz Grosse-Wentrup über seine Forschung:

Video: Wiener Forschung über Gehirnströme

Dieses Thema ist so umfassend. Ich kann es in keiner Weise in all seinen Facetten und Möglichkeiten darstellen. Es ist mir aber ein Anliegen die positiven, unterstützenden Seiten aufzuzeigen.

Zum Schluss ein Beispiel, wie weit KI bezüglich verschiedener Sprachen schon ist. Dieses Video zeigt, wie eine Person, die ursprünglich nur Deutsch sprechen kann, lippensynchron sekündlich von einer Sprache in eine andere Sprache wechselt. Auch dieses Video ist EINES von vielen. Wie schon gesagt, die Technik überholt sich selbst in rasantem Tempo.

Video: Augenblickliches Sprechen in einer anderen Sprache

Künstliche Stimmen bieten riesige Chancen, bergen aber auch große Probleme:

+ KI kann täuschend echte Audiofälschungen erstellen – Deepfakes

+ Darf man Stimmen einfach kopieren? Wem gehört eine Stimme?

+ Durch künstlich erzeugte Stimmen verliert die Stimme ihre Rolle als Beweis

KI und Stimme ist ein Thema das in Zukunft in unser aller Leben eingreifen und jeden von uns in irgendeiner Weise betreffen wird. Ob positiv oder negativ, wird sich zeigen……

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